Ein richtig ausgiebiger Wutanfall ist wie ein bereinigendes Gewitter, nach einem drückend, schwülen Tag. Wenn die kleinen Geschwister zu nervig, der Tag zu lang oder die Eltern zu meckrig waren, hilft nur noch Schreien, Hauen und Toben. Da nutzt auch erstmal kein „beherrsche Dich“ oder sonstige klugen Sprüche vom elterlichen Lager.

Das muss raus!

Ich finde, solange die Gründe solcher Ausbrüche irgendwie nachvollziehbar sind, kann man sie aushalten und sich auf das hoffentlich baldige Ende freuen.

Mit drei Kindern gewittert es täglich, gefühlt alle 10 Minuten.

Doch wie heißt es so schön, „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“.
Zeit sich gewitterfest zu machen!

Und nach 25 total guten (von Susanne – Hallo Liebe Wolke) und nochmal 25 wirklich, wirklich, wirklich guten Gründen (von Natalia – SimplyLovelyChaos) für einen Trotzanfall, hier nochmal, nochmal 25 wirklich nachvollziehbare Gründe für einen Trotzanfall der Sonderklasse:

  1. Ich versuche mich morgens heimlich aus dem Bett zu schleichen, ohne meinen Sohn zu informieren (der endlich mal länger schläft, als bis 05:30 Uhr).
  2. Ich öffne seine übervolle Windel (wo er das doch mit 2 Jahren schon seit Jahren selbst kann).
  3. Die lieblings rosa Einhornsocken meiner Tochter sind auf dem Weg durchs Bad nass geworden.
  4. Das Frühstücksbrötchen schimmert noch leicht durch den 1,5 cm hohen Butterbelag („Noch meeehr Buttaaa!!!“).
  5. Das Frühstücksbrötchen schmeckt viel zu sehr nach Butter („Bääääh!“).
  6. Der kleine Bruder haut zurück, obwohl meine Tochter gaaarnichts gemacht hat.
  7. Jetzt möchte er noch nicht einmal die von ihr ausgesuchten Klamotten anziehen, obwohl sie doch die Bestimmerin ist.
  8. Die große Schwester lässt sich daraufhin nicht freiwillig kneifen.
  9. Wenn ich versuche Pferde zu malen, kommen immer Kühe heraus („Papa, so sieht nicht ein Pferd nicht aus!“).
  10. Ich singe das Elsa-Lied heimlich mit („Mann, jetzt muss ich wieder von vorne anfangen, Papa!“).
  11. Heute ist nicht Freitag (Freitags wird voltigiert).
  12. Morgen ist nicht Freitag.
  13. Das Radio ist viel zu leise und lauter geht es nicht mehr.
  14. Ich nehme meine Tochter nicht auf dem Arm, obwohl ich doch erst zwei Kinder trage.
  15. Es gibt keine Kaugummis zum Frühstück.
  16. Ich sage zu schnell „ich weiß“, während meine Tochter mir das 6. Mal erklärt, dass sie Bibi ist, die hexen kann.
  17. Der kleine Bruder patscht in das Arrangement vom Playmobilpferdehof und grunzt noch so doof vor Freude.
  18. Die Banane hat eine mini-klitzekleine bräunliche Stelle.
  19. Ich kann meiner Tochter nicht genau sagen, welche Bibi & Tina Folge sie noch nicht gesehen hat.
  20. Mein Sohn soll das Elsakleid meiner Tochter vor dem Baden ausziehen.
  21. Das Badewasser ist ja total nass.
  22. Ich wage es mir, nach 3 Wochen die Haare meiner Tochter waschen zu wollen.
  23. Ich reiche ihr ein Kinderhandtuch, obwohl sie doch schon einen Wackelzahn hat.
  24. Die Bettdecke ist nicht ganz glatt und gerade ausgerichtet.
  25. Ich versuche mich abends heimlich aus dem Bett zu schleichen, ohne meine Tochter zu informieren (die doch endlich so schön eingeschlafen ist).

 

Ende gut,
raus die Wut

 


Übrigens:
Mittlerweile ist dies zu einer Blogparade gewachsen.
Schaut unbedingt auch mal die 25 guten Gründe für einen Trotzanfall von folgenden BloggerInnen an:

9 thoughts on “Nochmal, nochmal 25 wirklich nachvollziehbare Gründe für einen Trotzanfall der Sonderklasse”

  1. Ich freu mich so, dass Du mitgemacht hast und bin gespannt, wieviele Gründe wir noch zusammenbekommen! :))
    Danke für Deinen tollen Beitrag!

    Gute Nacht
    Susanne

  2. oh wie schön… immer tapfer bleiben und nicht vergessen auch selber mal die „Wut“ raus lassen. Es sorgt doch immer wieder für erstauen, wenn ich beim Memory im Kindergarten verliere 😉

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